Loading...
DE | EN
close
Startseite / Neues Wachstum im Handel
Geschrieben am 23.02.2016

Neues Wachstum im Handel

Der Handel geht davon aus, dass der Markt immer größer wird, denn das Ziel eines jeden Händlers ist das Wachstum. Wirft man nun einen Blick auf die historischen, aktuellen und zukünftigen Ausgaben der Konsumenten, sieht man folgendes Bild:

Die Ausgaben steigen verhalten und marginal. Das bedeutet, dass der Handel gesamt zwar wächst, aber nur in homöopathischen Dosen. Der Onlinekanal als neuer und zusätzlicher Absatzkanal dagegen boomt und wächst stark. Dies zeigen nicht nur interne Studien von RegioPlan, sondern quer durch die Branche bei allen Beratern auch neue Studien vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

Die zuletzt veröffentlichten Zahlen vom BEHV zeigen Steigerungsraten im zweistelligen Bereich in fast allen Branchen – angefangen vom Bekleidungshandel mit einem Plus von 18% bis hin zur Elektrobranche mit einem Anstieg von 33%.

Wenn der gesamte Handel also homöopathisch wächst aber der Onlinekanal boomt, bedeutet das für die Fläche, als logische Schlussfolgerung, einen Rückgang.

So banal das auch klingen mag erfordert es großes Umdenken in der Branche und ist noch nicht Usus. Dieser Trend äußert sich in den verschiedenen Branchen natürlich unterschiedlich stark und in einem anderen Tempo. Es ist allerdings bereits zu signifikanten und strukturellen Veränderungen gekommen, welche unaufhaltbar und unumkehrbar sind.

Werfen wir auf einen Blick auf die Themen:

Konsumentenverhalten

RegioPlans Auswertungen zeigen, dass je höher entwickelt eine Volkswirtschaft ist, desto weniger geben die Konsumenten anteilig im Handel aus. Es kommt zu einer Verschiebung der Ausgaben im Handel in Richtung Nicht-Handel. Es geht nicht um Versorgung sondern um Auswahl, Ego, Belohnung, Wunscherfüllung etc. Wie das Beispiel Österreich gut zeigt.



Handel

Auswirkungen im Handel, die bereits sichtbar und messbar sind:

Veränderung von Standortqualitäten
o Frequenzen in Nebenlagen sinken, Konzentration auf Top Lagen wird deutlicher
o Der Handel geht dort hin wo bestehende, natürliche Frequenzen bereits bestehen
o Individualität: Ein Aspekt dafür ist die Bildung von Quartieren, Grätzeln, Kiezen
o Schnelle Konzepte für temporäre Effekte: Pop-up Trucks, Pop-Up Stores, Ausstellungen, Modemessen, Capsule Collections

Erfolgreiche Händler denken zukünftig bei Filialen in Frequenzen, Verweildauer sowie Kooperationen und weniger an Verkauf der reinen Ware. Wenn man nun die Megatrends im Konsumentenverhalten und die wesentlichen Veränderungen im Handel ansieht, dann wird auch das Shopping Center vor neue Anforderungen gestellt.

Das Motto: Flexibilität, Tempo und veränderte Zugänge.

So wie die Händler denken bereits erfolgreiche Shopping Center mehr an den Themen wie Frequen-zen, Verweildauer, Bekanntheit, Atmosphäre und Positionierung. Das beinhaltet Aspekte wie kürzere und andere Mietverträge, neue Arten der Berechnung der Miete, flexiblere Architektur, angepasster Angebotsmix, bis hin zu einem neuen Selbstverständnis des Center Managements.

Bei dem Geschäftsmodell von Shopping Centern wird das Thema Umweg Rentabilität wichtiger. Die Umsätze einer Handelsimmobilie kommen nicht mehr nur direkt über den Umsatz des Handels, weil der Handel weniger auf der stationären verdient und das Generieren von Umsatz nicht mehr das einzige und wichtigste Ziel für den Handel ist.

Ergänzend zur Umsatzbetrachtung werden Frequenzen und Verweildauer zu immer wichtigeren Größen in der Bewertung des Erfolgs von Handelsimmobilien.

Dies und vieles mehr erfahren Sie im Referat von RegioPlan Consulting beim 8. Deutschen Handelsimmobiliengipfel am 2. März in Düsseldorf. 
Sie können gerne vor Ort Kontakt mit Nina Eibl-Hartung aufnehmen unter der Nummer 0043 699 158 604 18.





share:

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite benutzerfreundlicher zu gestalten. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies