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Geschrieben am 22.09.2016

Neue Mieter für Handelsflächen

Sinn-Leffers, die Tochterfirma des deutschen Modefilialisten Wöhrl, reiht sich hinten an, direkt nach Schöps, Mexx, Tlapa, tbc. Die deutsche Modefirma hat letzte Woche Insolvenz beantragt. Viele Textilhändler kämpfen seit Jahren ums Überleben. Die Zahl der selbstständigen Textilhändler hat sich laut dem Bundesverband des deutschen Textilhandels in den letzten 15 Jahren halbiert.

In Zeiten in denen Fashion-Lovers via Pinterest zum Kauf motiviert werden, bleiben viele Händler auf der Strecke.


Daten: Laut Erhebungen von RegioPlan Consulting liegen die Onlineanteile der Ausgaben in der Bekleidungsbranche in Österreich sowie in Deutschland bei 25%. In der nächsten fünf Jahren wird dieser Anteil auf sogar auf satte 36% steigen.


Umfrage: Bei einer aktuellen Konsumentenumfrage von RegioPlan Consulting gaben 60% der Befragten an, Onlinekäufe getätigt zu haben.

Trend: nicht mehr ganz neu, denn die ersten Beobachtungen machte RegioPlan 2014
Ein weiterer wesentlicher Grund ist die vertikale Integration. „Das ist zwar kein neuer Trend, allerdings beobachten wir dauerhafte Anstiege in der Möbel- und Bekleidungsbranche, wo der vertikale Anteil mittlerweile schon bei über 35% liegt“, so Hania Bomba von RegioPlan. Den Beweis für den deutlichen Aufschwung der Vertikalisierung in den letzten Jahren findet man verstärkt in Shopping Centern und Einkaufsstraßen.


Für Hersteller hat das ganz klare Vorteile. Im Mittelpunkt steht der unmittelbare Kontakt zum Endkonsumenten und das damit verbundene Wissen über das Zielgruppenverhalten, sowie die Möglichkeit die Umsätze direkter steuern zu können. So versprechen sich Hersteller ihre Produkte besser an Kundenwünsche anzupassen und sind schlussendlich vom Einzelhändler im Absatz und in der Preisgestaltung unabhängiger. Auch in der Gestaltung ihrer Storeformate und der Wege zum Kunden öffnen sich für viele damit neue Türen.


Im deutschsprachigem Raum hat sich die Zahl der Mono-Brand Stores in den letzten 4 Jahren verdoppelt und wird auch in den kommenden Jahren mit Sicherheit steigen. Diese neuen Mieter können für viele Betreiber eine gute Alternative für die verjüngung des Mietermixes bedeuten.

Der Begriff „Loving Brand“ wird die Branche in der nächsten Zeit stark beschäftigen müssen und erneut trifft der Konsument die Entscheidung darüber, wer dazu gehört und wer nicht!
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