15. Juli 2012
Österreich: Starke Stimmungsschwankungen im Land der Schuhfetischisten
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Auf und ab, auf und ab – wie ein Kardiogramm schaut die Umsatzkurve im österreichischen Schuheinzelhandel aus. Dabei haben Österreicher einen Schuhfetisch. Nach einer zweijährigen Stagnation 2008 und 2009 und einer sehr starken Bilanz 2010 (+5,2%), musste die Branche 2011 einen Rückgang von nominell 1,5% hinnehmen. In absoluten Zahlen betrachtet ist im vergangenen Jahr jedoch mit 1,26 Milliarden Euro das zweitbeste Umsatzergebnis nach dem Rekordjahr 2010 erreicht worden.
In Österreich werden gemessen an den Verkäufen der stationären Einzelhändler rund 30 Millionen Paar Schuhe jährlich verkauft. Dies bedeutet, dass wir uns im Schnitt rund 3,5 Paar Schuhe pro Jahr kaufen. „Schuhe sind vom Gebrauchsgegenstand zum Modeaccessoire geworden“, kommentiert Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi, CEO bei RegioPlan die Entwicklungen. Eingeleitet wurde dieser Prozess durch Anbieter wie Deichmann & Co, die den Markt diversifiziert haben. Aber nicht nur im Niedrigpreis-, sondern auch im mittleren und oberen Preissegment haben sich neue Marken und eine größere Vielfalt etabliert. „Schuhe können heutzutage im Fachhandel, im Modegeschäft oder online gekauft werden“, erklärt Bomba-Wilhelmi. „Ein Humanic konkurriert nicht nur mit einem Deichmann, sondern auch mit einem Zara und einem Zalando.“
Neue Marken drängen auf den Markt
Die kanadische Schuhmarke Aldo hat vor kurzem den ersten Österreich-Shop im Wiener Donauzentrum eröffnet. Im Herbst folgt die Eröffnung eines zweiten Geschäftes in der Mariahilferstraße. Mittelfristig sollen 15 Standorte besetzt werden. Leder & Schuh hat auch die ersten Shops seiner neuen Marke OMG eröffnet. „Platz für neue Konzepte im österreichischen Schuhhandel gibt es definitiv“, betont Bomba-Wilhelmi. Schwierig wird es allerdings bei der Besetzung der guten Standorte, die hierzulande rar sind.zurück

