22. Mai 2012
Rewe to go oder Spar in the City – fressen die Kleinen die Großen auf?
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Kleiner und urbaner werden nicht nur Shopping Center, sondern auch die neuen Lebensmittelmärkte. Mit citytauglichen Konzepten wollen die Großen des Lebensmittelhandels den nahversorgenden Convenience-Bereich erobern. Hört sich gut an, aber: Kannibalisieren sie sich dadurch nicht selber?Ob Rewe to go, Billa Box oder Food in the City von Spar – mit neuen kleineren Formaten versuchen die Lebensmittelhändler insbesondere im deutschsprachigen Raum nachzuverdichten. In gesättigten Märkten, wo es an Angebot und Verkaufsfläche gerade im Lebensmittelhandel nicht mangelt, ist Wachstum mit dem bloßen Multiplizieren bestehender Formate nicht mehr möglich. Neue Konzepte müssen nun entwickelt werden.
So entstehen aktuell kleinere Supermarktformate für Flächen zwischen 300 und 800 Quadratmetern oder Convenience-Typen für Flächen zwischen rund 100 und 250 Quadratmetern. Bestes Beispiel dafür sind in Deutschland Rewe City oder Nahkauf-Märkte oder Billa Box und Food and the City von Spar in Österreich. Für noch kleinere Flächen von bis zu rund 100 Quadratmetern gibt es ebenso Konzepte, die sich als Alternative zum Fast Food und zu Bäckereien verstehen – so zum Beispiel in Deutschland Rewe to go. Auch in Österreich soll Billa ein weiteres Convenience-Format planen, das zwischen Billa Box und Billa Supermärkten positioniert werden soll.
Kannibalisierung hält sich in Grenzen
Sind diese neuen Formate eine Konkurrenz für die klassischen Supermärkte im eigenen Unternehmen? Würde sich ein kleiner Markt in der unmittelbaren Nähe eines Supermarktes mit einer Frischeabteilung setzen, dann wäre dies eine Kannibalisierung. Mit einer klugen Standortpolitik sind die Kannibalisierungseffekte aber gering. Wichtig ist bei den neuen kleinen Läden in Gegenden mit vielen Passanten zu gehen. So können auch die Impulskäufer aufgefangen werden.Außerdem sprechen die beiden Konzepte unterschiedliche Einkaufssituationen an: Während die klassischen Supermärkte den täglichen und wöchentlichen Bedarf an Lebensmitteln für zu Hause abdecken, zielen die kleinen Formate auf den mobilen, arbeitenden, dennoch auf gesundes Essen bedachten Konsumenten ab.
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