17. Januar 2012

Fußgängerzone Mariahilferstraße

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Auswirkungen auf den Einzelhandel

Verschiedene Varianten zur Reduktion des Autoverkehrs auf der beliebten Einkaufsmeile Wiens, Mariahilferstraße, kursieren derzeit in den österreichischen Medien. Wie könnten sich diese Maßnahmen auf den Einzelhandel auswirken?

Mit einer Verkaufsfläche von rund 160.000 Quadratmetern und einem Aufkommen von circa 70.000 Passanten pro Tag gehört die Mariahilferstraße zu den wichtigsten Handelsagglomerationen dieses Landes. International beliebte Marken, große Flagshipstores sowie der unschlagbare Mietermix mit einem Flächenanteil im Bereich Mode von 70 Prozent machen die Straße zur wichtigsten Freiluft-Shopping-Meile des Landes. Die Straße kann sowohl öffentlich als auch mit individuellen Verkehrsmitteln erreicht werden. Dies gepaart mit dem Argument, dass Architektur und Gastronomie für eine angenehme Einkaufsatmosphäre sorgen, machen die Straße zu einem solchen Magnet.

Weniger Autos, frischere Luft, weniger Umsatz?

Drei Varianten zur Verkehrsberuhigung der Straße wurden kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert. Die erste Variante sieht die Einrichtung einer Fußgängerzone von der Stiftgasse bis zur Otto-Bauer-Gasse vor. Dies würde die Straße in eine A- und B-Lage aufteilen. Jene Zonen an den beiden Enden dieser Straße würden noch stärker degradiert – jetzt schon weisen die Zonen in der Nähe des Westbahnhofs und des Museumsquartiers schwächere Frequenzen auf. Die zweite Variante eines sogenannten shared space, wo lediglich die Vorsicht und nicht Verkehrsschilder, Ampeln, Verbote, etc. den Verkehr regeln, würde sich ebenfalls negativ auswirken: Wenn jeder dauernd aufpassen muss, bedeutet dies eine erhöhte Stresssituation auch für den Passanten und damit für den Konsumenten. Dadurch ist die Lust am Shoppen geringer beziehungsweise werden andere Handelsagglomerationen interessanter. Die dritte Variante sieht je nach Zone eine Kombination aus Fußgängerzone und shared space vor. Mit den vorher genannten negativen Auswirkungen kann man auch im Falle dieser Variante rechnen.

Haben Sie Fragen zu Handelsagglomerationen und zu Erfolgsfaktoren im Einzelhandel? Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung.

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